Thailand






Gallerie
Photos aus Thailand


:-) Mein Jahr in Thailand ! ;-)
 
Ich heiße Stephanie Piehler und war 1999-2000 auf Jahresaustausch in Thailand.
Rotary :
Thailand wird in vier große Districts aufgeteilt :
3330-Süd ; 3340-Nordost ; 3350-Bangkok; 3360-Nord.
Es gibt insgesamt 240 Clubs und 5.500 Rotarier.
Facts :
Einwohner 63 Mio.
Größe Deutschland + Österreich + Schweiz + Belgien
Nord - Süd Erstreckung 2100 km Luftlinie
Ost –West ´´ 1000 km max. , 15 km min.
Tropisches Klima mit ausgeprägten Jahreszeiten Mai - November Regenzeit Dezember – April Trockenzeit
Religion 94% Buddhisten, 4% Moslime vorwiegend im Süden
Königreich Die Königsfamilie ist den Thais sehr wichtig. Wird man bei einem bösen Kommentar oder einer Beleidigung erwischt wird, drohen Gefängnisstrafen.
Der Geburtstag des Königs der *5.Dez. ist gleichzeitig auch Vatertag(Alkoholverbot)
Muttertag, Königin am * 12.Aug.(Muttertag wird recht groß gefeiert in Thailand. Mütter werden eingeladen in die Schulen und ihre Töchter oder ihre Söhne verbeugen sich vor ihnen auf den Knien und überreichen ihnen ein Lay = Blumenkranz. In der Zeit sieht man überall Bilder der Königin)
Verkehrsverbindungen für größere Strecken:
Hauptverkehrsmittel - Bus;
Bahn (nur wenige schlecht ausgebaute Strecken)
innerhalb der Städte: Tuk-Tuk, Songtäau (beides eine Art von Taxis)
Wichtige Sachen, die einem das Leben wesentlich leichter machen können:

- Es kann vorkommen, daß irgendeiner, sei es ein Schüler, Lehrer, die Eltern oder Rotarier einfach auf dich zukommt und dir ins Gesicht sagt ´´ Du bist fett [uan]´´, daß ist aber wirklich keine Beleidigung. Sie sagen das auch über die Königin.[uan] wird zwar mit fett übersetzt, bedeutet aber auch pummelig, [mai suai = nicht schön, häßlich] jedoch ist eine Beleidigung !
- Bei einem Besuch im Tempel, immer so hinsetzen, daß Buddah die Fußsohle (unrein) nicht sehen kann. Das gilt für jede Person, vor allem auch für Besuche bei älteren Leuten, nicht nur bei Buddah.
Deshalb auch nicht die Füße auf den Tisch legen.

 
 
So und jetzt zum persönlichen Teil ....
Nach einem 11-Stunden-Flug kam ich in der Hauptstadt Bangkok früh am Morgen des 14 Juli an, mit Gepäck und Rotary-Jacket.
Lauter lächelnde Gesichter. Jeder Austauschschüler bekam eine Auffangfamilie für die ersten drei Tage. Ich kam zusammen mit einer Französin zu einer unheimlich lieben Familie mit gleichaltriger Tochter, Nickey. Sie führten uns sehr viel herum in BKK , zeigten
uns die verschiedenen Tempel, den Chao Praya, den damaligen Königspalast Vimanmek, die Shopping Centers... und so blieb uns gar keine Zeit an zu Hause zu denken.

Am vierten Tag fand die erste Orientation statt. Dort trafen wir all die anderen ´Exchangees` von unserem District 3340 und den Chairman Khun (Mr.) Prapart . Wir bekamen noch ein paar wichtige Tips mit auf den Weg und schon kamen unsere Gastfamilien und holten uns ab.

Es war schon dunkel als wir in Trad ankamen. Sie brachten mich ins Haus, wo viele Freunde, Verwandte und Nachbarn versammelt waren. Noch dazu hatte meine kleineste von drei Geschwistern ihren 2ten Geburtstag (die aber nicht groß gefeiert werden).
Meine ersten Gasteltern waren sehr jung und weltoffen. Meine Mutter führt die Kantine im Krankenhaus von Trad und mein Gastvater war fast immer unterwechs als policeofficer.
Ja und natürlich meine drei kleinen Geschwister Pim(7), Pom(5) und Pam(2).
 
 
Meine kleine Stadt Trad, liegt 30min. entfernt von der Ostgrenze zu Cambodia. Man kann die Grenzberge von Trad aus schon gut sehen. Noch dazu sind es nur 30min. Autofahrt bzw. meistens Pickupfahrt
bis ans Meer! (In ländlichen Gebieten hat wirklich fast jede Familie, insofern sie genügend Geld haben einen Pickup und ein Auto. Wenn nicht, dann haben sie auf jeden Fall ein oder zwei Motorräder, auf denen sie manchmal die ganze Familie transportieren. In Bangkok sieht man eher Autos aus Japan und Deutschland) Von dort aus ist es nur noch eine halbe Stunde bis auf die zweitgrößte Insel Thailands Koh Chang und ca.1-4St. zu den anderen kleinen Inseln. Je weiter die Inseln vom Festland entfernt liegen, desto reiner sind die Strände und umso klarer auch das Wasser.
Trad (das Gebiet) hat ein sehr angenehmes Klima. Selbst in der Trockenzeit ist es schön grün,
denn durch die Berge an der Grenze bekommen wir ab und zu Regen und selbst wenn es sehr trocken ist weht der Wind aus Richtung Meer.
In dieser Umgebung gibt es hauptsächlich Fischfang, besonders die Shrimpsfarms und Anbaugebiete für Ananas, Gemüse, Gewürze...
Das beste und wohl bekannteste von Thailand ist das Essen und die Vielzahl von Früchten !!!
[kao pad gai ,pat zie iu , som tam gab kao niao, gäng kiao wahn, ...]
Oder ´´den sticky rice mit mango´´, die es nur eineinhalb Monate im Jahr reif gibt.
Die meisten Austauschschüler haben 5-8 kg (Einzelfälle auch 10-15kg)in ihrem Jahr zugenommen, aber [mai ben lai = macht doch nichts], wie ein Thai zu sagen pflegt, sobald man zu Hause ist kommt das ganz automatisch wieder runter.
Trad ist auch sehr berühmt für Rubine.
Meine zweite Fam. fand vor ca.10 Jahren einen großen Rubin. Sie
haben sich dann gleich ein wirklich riesiges Haus nur aus Holz mit ebenso großem Garten davon bauen lassen und haben immer noch 6 Bedienstete. In der Familie hatte ich vier jüngere Geschwister eine Oma und Ur-Oma(98) und keiner konnte englisch reden also wurde ich dazu `gezwungen´ thai zu lernen nur .............
...eine nicht so gute Eigenschaft von Thais ist es einen nicht zu korrigieren, was dir nicht gerade dabei hilft dein thai zu verbessern oder zu lernen.

Das beste ist es deine Freunde oder Lehrer in der Schule zu fragen. Laß es nicht zu oder stelle von vornherein fest, dass du nicht Englisch sprechen willst, denn Englisch gesprochen wird immer noch genug unter den exchangees. Die meisten Thais wollen ihr Englisch an dir testen oder von dir lernen aber so lernst du nie etwas dazu.

 
 
Da kommen wir gleich zu einem anderen Kapitel: der Schule.
Nach den ersten zwei Wochen nach meiner Ankunft begann die Schule.
Wir (drei weitere Austauschschüler und ich) wurden von einem kleinen Laden in den anderen geschickt und bekamen unseren über das Knie reichenden, marineblauen Rock, unsere schwarzen, einheitlichen Schuhe und unsere zart blau gefärbte Bluse.
Wir kamen in die Mädchen Schule (2000 Mädchen,20 Jungs),
wobei es auch noch eine Boyschool in Trad gab mit auch nocheinmal 2000 Schülern,
aber gemischt .
Schulablauf:
Von 7:45 bis 8:10 kommen nach und nach alle in die Schule. Um 8 Uhr ertönt dann zum ersten mal die Hymne, bei der alle stehen bleiben müssen.
Bei so einer kleinen Stadt wie Trad bleibt auch teilweise der Verkehr stehen. Dann um 8:15 Uhr haben sich bei Regenzeit alle Schüler in Reihe und Glied vor ihr Klassenzimmer gestellt (sonst versammelt sich die ganze Schule auf dem Rasen vor der Schule) und die Hymne wird von allen gesungen.
Während danach die Thaiflagge emporgezogen wird, wird
gebetet. Doch bevor man sich in sein Klassenzimmer begibt, wird erst einmal ein Teil der Gärten in der Schule gekehrt und das solange bis der Klassenleiter meint es sei sauber genug.
In Thailand hat man sehr viel Respekt vor den Lehrern, denn dort ist es so, daß die Schüler den Lehrern wirklich dankbar sind, dafür, daß Sie sie unterrichten. Jedesmal, wenn man an einem Lehrer in der Schule vorbei geht duckt man sich etwas und wenn man ins Lehrerzimmer kommt kniet man neben dem Lehrer.
An diese Dinge gewöhnt man sich so sehr, daß es einem nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr auffällt.
Die Schule geht von 8 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags. Die meisten gehen dann noch zur Nachhilfe oder treiben Sport bis 7 Uhr Abends, wie z.B. Volleyball, Hockey, Tennis, Badminton, Basketball, Fußball, usw.
Einmal im Jahr gibt es den Sportsday an dem die Farben blau, rot, grün und rosa gegeneinander kämpfen. Die Farben wurden einem am Anfang des Schuljahres zugeordnet. Ich war [sie däng /rot]. Alle spielen mit unheimlicher Begeisterung mit .
Jede Gruppe hat Cheerleader und Trommelgruppen, die für unheimliche Stimmung sorgen.
 
 
Familienleben und Unterschiede zu Deutschen Familien
Das Leben in den Thai-Familien läuft unproblematisch ab. Die Eltern in meinen
drei Gastfamilien waren alle berufstätig, also sowohl meine Väter als auch meine Mütter.
Das schönste an meiner 3.Fam. war, daß ich nur 5min. vom
Zentrum entfernt war und ein Fahrrad hatte. So konnte ich auch Freunde besuchen.
Nun der Unterschied...
Alle haben sehr viel mehr Respekt vor älteren Menschen als hier. Die Fam. hält zusammen und oft sind 4 Generationen in einem Haushalt vertreten. Die Frauen müssen nicht kochen. Sie können es, aber wozu, wo es doch die leckersten Mahlzeiten für so wenig Geld gibt, wie z.B. eine Nudelsuppe, von der man locker satt wird, für 30 Baht (75Cent)!!
Und das Personal erledigt den Rest im Haushalt. Sie bekommen dafür eine Unterkunft im Haus und ein bißchen Taschengeld .
Die Badezimmer sind ganz anders als in Deutschland. Sie sind sehr groß. Der Boden neigt sich etwas, so dass das Wasser in den Abfluß fließen kann.
Wenn wie oft keine Dusche vorhanden ist, dann gibt es in jedem Bad eine ca. 3m lange und 1m breite Wanne voll mit Wasser mit einem Topf, mit dem das Wasser auf dem Körper verteilt wird. Das ist besonders angenehm bei Hitze.
Die meisten Familien haben mindestens einen Aircon gekühlten Raum( man sollte nur
nicht mit nassen Haaren in einen Aircon gekühlten Raum gehen , Erkältungsgefahr! )Was ich etwas vermisst habe ist das gemütlich zusammensitzen am Abend. Ab und zu kommt es nur vor, daß sich die ganze Familie samt Maids vor dem Fernseher versammelt.
Ein Fernseher läuft immer irgendwo. Ob jetzt im Friseur Salon, Photogeschäft, Internetshop , im IceCafé ja wirklich überall.
Anders als hier in Deutschland ist es auch, daß die Leute fast immer ihr Geschäft im Erdgeschoß haben und im 1.und 2.Stock leben.
 
 
Große Feste
Die wichtigsten und größten 2 Feste sind ROYKATONG und SONKRAN.
Kurze Erklärung von Roykatong :
Es ist ein Fest, bei dem man den Flüssen dankt, daß sie einem Wasser schenken.
Die Kinder basteln den Roykatong (Ein kleines rundes Schiffchen aus Pappe, wunderschön dekoriert mit Blumen, einer Kerze in der Mitte
und Räucherstäbchen) in der Schule . Dann gehen alle in Festtagskleidung zum Fluß und lassen das kleine Boot treiben. Es ist ein Höhepunkt eines jeden Austauschschülers in Thailand einmal eines der Thai Seidenkleider bzw. Trachten zu tragen. Über drei Stunden wird geprohkelt bis die Haare, Make-up, Kleid perfekt sitzen.
Dann gibt es einen großen Umzug, in jeder noch so kleinen Stadt. Zwei weitere Austauschschüler und ich saßen hinten auf unserem sehr schön verzierten Rotary Pickup und winkten lächelnd in die Gegend. Ein tolles Gefühl !
Sonkran:
=Thai New Years und Anfang der Regenzeit . Das ist das lustigste Fest.
Wieder ein Großer Umzug nur diesmal ...
...wird von früh bis spät abends mit Wasser gespritzt (manchmal bekommt man auch gleich unerwartet einen ganzen Kübel Wasser ab) und mit Puder geschmiert (Zeichen der Reinheit). Es findet im April statt, (Osterferien) deshalb waren an Sonkran auch ein, zwei Deutsche in Trad zu sehen.
Kurzum : Es wal ein wundelbales Jahr !

Ich könnte noch ewig lang nur schreiben und schreiben aber das schaut sich ja dann keiner mehr an!
Deshalb falls ihr euch dafür interessieren solltet könntet Ihr mich
unter thaistephanie@gmx.de erreichen

Wülde mich fleuen

Eure Steph

( mein nickname in Thailand sanuk = Freude)


(sp)