Distrikt 1840

Unser Distrikt 1840
Ja wo isser denn eigentlich, der D-1840? So praktisch die rotarischen Distriktsbezeichnungen auch sein mögen, für den Unwissenden stellen sie meistens ein grosses Fragezeichen dar. Um das zumindest in unserem Fall zu ändern, hier ein bisschen was über den D-1840.
Der D-1840 ist kurz gesagt ganz Südbayern. Er erstreckt sich von Kempten bis nach Passau, von den Alpen bis an die Donau, wobei der „Wald“ (Bayerischer Wald, Anm.d.Red.), der ja eigentlich nördlich der Donau liegt, auch noch dazu gehört. Regensburg hingegen ist schon im D-1880. Bei der Festlegung der Distriktsgrenzen hat sich Rotary offensichtlich wenig an gegebenen politischen Grenzen und Gemarkungen orientiert, es gibt ja auch Distrikte die sogar über Ländergrenzen hinweg organisiert sind (z.B. der D-5020); wahrscheinlich um die grenzübergreifende Freund-schaft schon in der Struktur der Organisation festzulegen. Aber genug der Philosophie und zurück zum D-1840.
Viele von den angehenden Austauschlern träumen davon, mal da zu wohnen wo andere Urlaub machen. Sicher auch eine Möglichkeit die ganze Sache zu sehen.
Aber man sollte dabei denken, dass das z.B. für einen jungen Amerikaner oder eine Australierin auch zutreffen mag, wenn Sie zu uns in den D-1840 kommen. Jeder von den Lesern, der z.B. die Berge schon nicht mehr sehen kann, weil er sie jeden Tag vor Augen hat, ein Münchner, der das Olympiastadion jeden Tag zur Arbeit sieht, sollte mal daran denken, dass auch der D-1840 für viele ein Traumziel ist.
Und wahrlich, wir brauchen uns mit unserem Distrikt nicht zu verstecken. Der D-1840 erfüllt wie kein anderer deutscher Distrikt das Klischeebild, welches viele von ausserhalb von Deutschland im Kopf haben: Schloss Neuschwanstein,
Lederhosen und Dirndl, Leute die „Sepp“ heissen und das Bier aus diesen unglaublich grossen Literkrügen trinken.
Dieses Bild wird zwar bei Ankunft schnell zerstört, spätestens wenn der Ankömmling bemerkt, dass die Runway am Münchner Flughafen nicht mit den weißblauen Rauten angemalt ist, und den ersten Gamsbart den er/sie zu sehen bekommt, wahrscheinlich in einem Souveniergeschäft hängt.
Also auch wenn das Wunschbild schnell hinüber ist, bleibt immer noch genug zu entdecken: Die wohl doch recht eigene Art von uns Bayern (das mit den Maßkrügen stimmt ja – oder?), unser reiches Kulturerbe, angefangen von der Römerzeit über die Zeit der bayerischen Könige, bis hin zu einem modernen Bundesland, das trotz allem seinen traditionellen Hintergrund behalten hat.
Bleibt´ma bloss no zum sogn: „Servus in Bayern“
(ck)